PageRank Abstrafungen

Oktober 25, 2007 | In SEO |

Klasse Leistung von Google - wenn das mal nicht nach hinten losgeht und all die netten Content-Verlage bemerken, dass einem hier gerade vorgeschrieben wird, wie man sein Geld zu verdienen hat.

Interessant an den Abstrafungen finde ich, dass nicht nur Verkäufer sondern nach tieferer Analyse auch reine Käufer davon betroffen sind. Zudem erstrecken sich die Maßnahmen auch auf andere europäsische Länder aus, wie ich gerade erfahren habe.

Neben den bereits genannten Seiten hat es auch folgende "Links verkaufende" Sites erwischt:

  • oanda
  • chemdex
  • mamboserver
  • gobase
  • enc
  • ximbiot
  • cookiecentral
  • treemenu
  • sciencenews
  • madsci
  • arealvalidator
  • jalbum
  • archaeologynews
  • opensource.planetjava
  • webrankinfo
  • forum.snitz
  • aleksey
  • sharpreader
  • moinmoin.wikiwikiweb

An manchen Stellen liest man, dass es einem egal sei, ob man mit dabei ist oder nicht….doch allen Käufern dürfte klar sein, dass eine Abstufung des PageRanks ein klares Indiz dafür ist, dass die entsprechende Seite nun bei Google auf dem Radar in Sachen Linkverkauf / Linkkauf steht und eine logische Schlussfolgerung daraus ist, dass verkaufte & gekaufte Links damit ihre Wertigkeit verlieren.

Wer also weiterhin von solchen Seiten Links kaufen sollte, der sollte sich freiwillig den "nofollow" anziehen, um nicht Gefahr zu laufen in falsches Licht gerückt zu werden.

[Update]: Kurz nachdem die Abstrafungen durch waren, wurde der PagaRank neu kalkuliert und visuell ausgerollt was zu teilweise extremen Veränderungen  in der Landschaft der grünen Balken geführt hat.
Dazu kam meiner Meinung nach noch eine generelle infaltionäre Abstufung des PageRanks. Viele PR10 Seiten wurden so zu einem PR9 und 8er zu einem 7er usw.
Eine weitere Neuerung die ich meine analysiert zu haben, ist eine neue Art der Berechnung seinteninterner Vererbung. Nach den ersten Beobachtungen sieht es danach aus, als würde sich der PageRank nun auch stärker an der internen Navigation orientieren, sodass zB. ein Menüpunkt auf eine "charset=iso-8859-1" von links nach rechts anders vererbt und Hauptmenü-Punkte von Submenü-Punkten verschieden verwertet werden können, obwohl diese auf der selben Ebene liegen.

Zusammengefasst wird es aufgrund der Abstrafungen, inflationellen Abstufung und Neuberechnung mit neuen Features extrem undurchsichtig und für einen Laien kaum noch analysierbar.

Ein ebenfalls interessante Beobachtung sind die Geowerte von Alexa bei den einschlägig bekannten PageRank-Überprüfungstools. Da sieht man zum Beispiel auf der Seite eines englischsprachigen Überprüfungstool eines schwedischen Webmasters, welches mehrere Datencenter gleichzeitig abfragt, ganz klar, dass Deutschland mit Abstand die Nase vor hat. Auch in Sachen Paid-Links ist Deutschland ein Vorreiter und es gab kaum eine pagerank-starke Seite, bei der man nicht irgendwo auch einen gekauften Link eines deutschen Webmasters gefunden hat. Dementsprechend hat das letzte PageRank-Update besonders den deutschen Link-Käufer-Markt anständig aufgemischt.

[Update-2]. Für die Archive: PageRank-Vergabe wurde imho bis ca. 03.10.2007 - 12:00 CET berücksichtigt. Das heisst, alle URLs, welche nach dem 3.10. - 12:00 Uhr erstellt wurden und bis dahin keine sichtbaren Backlinks hatten, wurden bei dem aktuellen Update nicht berücksichtigt. Analysiert anhand von  unterschiedlichen Foren und Blogbeiträgen mit Zeitstempel im Web. Zudem fanden heute (29.10.) einige PR-Korrekturen statt (zB. youtube.com 3 auf 8).

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  1. Das wird wohl die erste Warnung sein ,die zweite wird nach paar Wochen / Monaten sein, wenn die Links immernoch drauf sind, dass das Ranking dann im Arsch ist. Na dann mal los in die zweite Runde.

    Kommentar von Eugen — 25. Oktober 2007 #

  2. Ich freu mich über jede kritischen Beitrag zu dieser Geschichte, wie dein köstlicher Eingangssatz. Wann stimmen wir darüber ab, welche Suchmaschine wir ab sofort hypen, um Google Konkurrenz zu machen?

    Kommentar von Wolke23 Webdesign SEO — 25. Oktober 2007 #

  3. Dass gekaufte Links irgendwann bestraft werden, war doch aber schon lange klar. Schließlich will google ja keine “Manipulationen” und nur weil jmd. besonders viel Geld ausgibt kann es ja nicht sein, dass er weit vorne steht. Bisher war es ja so, dass wenn einige hunderter oder sogar im tausender Bereich pro Monat gelegt hatte, er nach kurzer Zeit auch weit oben zu finden war. Da das nicht Sinn von Google ist, ist eine Abstrafungen tlws. sogar richtig. Allerdings nur bei Leuten, die es übertreiben, wie ich finde.

    Viele Grüße,
    Ralf

    Kommentar von Ralf — 25. Oktober 2007 #

  4. Dadurch, das es auch direkt (Also ohne Zeitverschiebung) die Seiten getroffen hat, die gekauft haben BSP Hitflip kann ich mir vorstellen, das es eine manuelle Abwertung gewesen ist, die über die Denunziantenseite eingereicht worden ist.

    Kommentar von Betroffener — 26. Oktober 2007 #

  5. […] auf der Kippe, kann aber auch nicht im angedachten hochwertigen Stil weitergeführt werden. Wie schrieb Uwe dazu: Wenn das mal nicht nach hinten losgeht und all die netten Content-Verlage bemerken, dass einem […]

    Pingback von PageRank-Downgrades und falsches Linkbuilding « Seiten, Links, Aber, Seite, PageRank, Linktausch, Paidlinks, Google « SEO Scene — 30. Oktober 2007 #

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