Optimieren der Aufmerksamkeit

März 2, 2008 | In Trendbarometer |

Heatmaps sind ja schon immer ein schönes Mittel gewesen Seiten zu optimieren. Doch das Problem besteht in der Regel im Aufzeichnen der Daten. Klar ist es einfach die Mausbewegungen & Mausklicks mitzuschneiden, um so zu erahnen, welche Bereiche den Leser auf der Seite interessiert hat. Doch die Mausbewegung spiegelt nicht die erzeugte Aufmerksamkeit wider, auf die der Leser beim Betrachten der Seite geachtet hat. Sowas zu ermitteln geht meist nur mit aufwendigen Eye-Tracking Verfahren.

Evtl. ändert sich das in Zukunft. Das Projekt Goodgaze von der Universität Osnabrück arbeitet mit Computermodellen, die mit Blickbewegungsdaten gefüttert werden. Dadurch könnte es bald auf einfachste Art und Weise möglich werden, seine Website bzw. Landingpage im Hinblick auf die Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Fixation verschiedenet Elemente und Bereche analysieren zu lassen.

Wer sich diese Technologie mal näher anschauen möchte, dann die Goodgaze Jungs in Halle 9, Stand B22 auf der CeBIT vom 4.-9. März in Hannover anschauen. Laut eigenen Angaben der Goodgaze Website soll das System nach folgendem Schema arbeiten können:

"GoodGaze sagt voraus, worauf Menschen bei Ihren Landing Pages achten werden. Vom ersten Entwurf an. Von jedem Computer. In wenigen Sekunden."

Demnach soll es möglich sein, Websites in kürzester Zeit zu analysieren, indem man die betreffende Seite hochlädt oder die URL angibt. Das Resultat ist eine professionelle Aufmerksamkeitskarte, Wahrnehmungskarte sowie die wichtigsten Fixationspunkte auf einer Website.

Ich bin gespannt, was dieser Service kosten bzw. ob er jemals frei verfügbar werden wird oder ob sich diverse Firmen drauf stürzen werden, um eigene Technologie zu verbessern. Wer zufällig kommende Woche in der Halle 9 auf der CeBIT an diesem Stand vorbei läuft - kann sich die Sache, ja mal aus nächster Entfernung zeigen lassen und darüber berichten.

 

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  1. Es gibt auch einen netten Dienst, der solche Aufmerksamkeits-Heatmaps einfach aus dem Aussehen der Webseite (oder beliebigen anderen Grafiken) errechnet: Feng-GUI

    Als ich das (vor einiger Zeit) getestet habe, hat es leider nicht so ganz arg überzeugt, aber den Ansatz finde ich interessant.

    Kommentar von Flo — 3. März 2008 #

  2. Danke für die Info, werde ich mir auf jeden Fall anschauena auf der Messe.

    Mfg

    Kommentar von Paul — 3. März 2008 #

  3. Der Ansatz ist wirklich interessant! Bis jetzt hab ich mich damit nur wenig beschäftigt aber ich denke es ist schon sehr wichtig. ich denke ich werde diese Thema ab jetzt genauer verfolgen.

    Kommentar von Markus — 24. März 2008 #

  4. Was auch nicht schlecht ist: Clickheat. Adresse: http://www.labsmedia.com/clickheat/index.html
    Ist Open Source. :-)

    Kommentar von René — 5. Juni 2008 #

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