Jetzt bekommt der Crawler ein Gesicht

August 9, 2007 | In Trendbarometer |

Google startete vor einigen Tagen eine neue Initiative, bei der man durch das Einsammeln von Informationen und das Fotografieren von Geschäften bis zu $10 für eine erfolgreiche Bestätigung durch den Inhaber verdienen kann. Das heisst, dass Google externe Leute bezahlt, damit diese, Informationen und allgemeine Geschäftsdaten einer Firma vor Ort sammeln. Dabei liegt der Fokus auf Zusatzinformationen, welche nur schwer automatisiert analysierbar sind. Dazu zählen zB. Öffnungszeiten, akzeptierte Zahlungsmittel und passende Bilder zum Unternehmen. Sozusagen startet damit bei Google ein neues Zeitalter in Sachen Datenbeschaffung für das Internet - da der Crawler nun ein Mensch ist, welchen man auch optimieren kann, damit dieser besser und effektiver Daten liefern kann.

Wenn dieses Konzept gut funktionieren sollte und man das nun etwas weiter strickt, dann kann ich mir gut vorstellen, dass diese menschenlichen Crawler neben der Tätigkeit zum Sammeln von Business-Informationen auch irgendwann dazu eingesetzt werden könnten, um andere Infos zu sammeln, welche man entweder nur offline bekommt oder welche man on-line nicht schafft zu bekommen… Stichtwort: Premium Search Content für alle die “mehr” finden wollen…

Ersten Einschätzungen zur Folge ist das Projekt zum Scheitern verurteilt, da man sich nur schwerlich vorstellen kann, einen aktiven “Außendienstmitarbeiter für $2 / Adressdatensatz im schlechtesten Fall zu bekommen, der zudem noch Google-Flyer verteiln soll. Ich stelle mir das im Fall Google Maps gar nicht mal so kompliziert vor, wenn ich da an Münchner Strassenzüge denke, in denen ein Geschäft nach dem anderen ist… dabei kam mir lediglich der Gedanke, wie Google dem Crawler mitteilt, welchen Laden dieser nicht mehr abklappern soll, da bereits ein andere Crawler-Kollege vor Ort bilder und Infos eingesammelt hat… dh. wie schützen sich die Crawler vor Überschneidungen?

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  1. […] Jetzt wird die Sache so langsam richtig interessant. Um noch an weit mehr Informationen lokaler Geschäfte zu kommen, startet Google nun das Google Local Business Referrals Programm. Dabei erhalten die Programmteilnehmer einen Grundbetrag pro eingereichten Kontakt und einen Aufschlag, wenn diese Informationen nach Prüfung durch Google und Freigabe des Geschäftsinhabers in den Google-Index aufgenommen werden. Uwe denkt das Thema noch einen Schritt weiter … Kategorie: Aktuelle Themen, Tags: keine […]

    Pingback von Der Mensch als Google-Crawler | Click2Media — 9. August 2007 #

  2. Schade das dass noch nicht in Deutschland geht. Dann könnte man mit den gesammelten Informationen nebenbei gleich noch ne Webseite mit den Geschäften der Umgebung aufmachen und etwas gegen die Einkaufszentren auf der Grünen Wiese und für den Tante Emma Laden an der Ecke machen ;)

    Kommentar von UsualRedAnt — 10. August 2007 #

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