Suchen im TV & Radio - Bild v.s. Text

September 18, 2007 | In SEO |

Spracherkennung, Transcripts, Dialekte verstehen… Dinge die in Zukunft immer wichtiger werden, wenn Videos, IPTV, Audio-Streams und andere Rich-Media Spielerein das Web überfluten. Jede Menge Content, welcher "duchsuchbar" gemacht werden muss, da ihn sonst kein Mensch findet. Persönlich stehe ich bei der Aussage…:

"Hochwertiger Rich-Media Content, welcher nicht in den Suchmaschinen auftaucht ist besser als minderwertiger Text-Content, welcher gefunden werden kann."

…auf der Seite des Text-Contents. Zumindest in der Hinsicht, dass es ohne diesen Content derzeit noch nicht geht und man diese Art Content zwangsläufig benötigt, um die Suche zu füttern, damit man für seinen hochwertigen Rich-Media Content auch die notwenidge Aufmerksamkeit erzeugt. Es sei denn, man bedient sich der von den Suchmaschinen bevorzugten Plattformen wie Youtube, Yahoo! Video oder Ähnlichen, um seinen Video-Content, herausgerissen aus dem ursprünglichen Kontext, für die Suchmaschinen auffindbar zu machen. Diese Lösung ist jedoch nicht zufriedenstellend, da man sich in ein Abhängigkeit der jeweiligen Plattform begibt und zudem den meist teuren und hochwertigen Content aus seinem Umfeld reisst.

Dazu ein Beispiel: Ein Filmproduzent setzt eine Website zu seinem Film auf und zeigt auf dieser Website den Trailer zum Film. Dieser Trailer muss nun, um in den Universal Serch mit einzufliessen, zwangsläufig aus der Filmseite herausgerissen werden und auf einem dieser Videoportale eingestellt werden. Damit wird der Trailer aus seinem Umfeld gerissen. In dem Fall bestimmt also das Format "Video" das neue Umfeld.

Eine grundlegende Aussage im Bezug auf die Zuordnung von Inhalten besagt: Thema vor Form und genau dieser Grundregel widersprechen die unzähligen Videoportale.

Ansich ist dieser Trend nur ein Eingeständnis dafür, dass die Technologie noch nicht den Ansprüchen dieser Inhalte entspricht. Den Spagat zwischen Text & Bild wird man noch solange weiterführen müssen, bis die Crawler dieser Welt in der Lage sind auch die eigentlichen Inhalte der Videos und Streams zu analysieren und zu verstehen. Einen guten Ansatz bietet da zum Beispiel die Suchmaschine Spactor, eine MediaClipping Produktion, welche die gescannten Daten aus TV und Radio für den Endverbraucher durchsuchbar macht. Zwar liegt der Fokus dieser Suche nicht auf dem Finden von Informationen, sondern nur auf dem Finden von Nennungen eines bestimmten Begriffs, um dessen Medienwirksamkeit zu messen…allerdings ist dies ein guter Ansatz in Richtung Tierfenanalyse von Video und Audio-Content. Der Knackpunkt bei dieser Suche liegt in der automatisierten Spracherkennung und deren digitaler Umwandlung. Gerade bei Eigennamen erkennt man in der dieser Beta-Suche recht gut, dass diese Spracherkennung noch in den Kinderschuhen steckt und oft schnelle, undeutliche oder dialektische Aussagen falsch ausgewertet werden. Nachdem MediaClipping nun erfolgreich die zweite Finanzierungsrunde überstanden hat, darf man gespannt sein, wie sich die Technologie in dieser Richtung entwickelt. Meiner Auffassung nach eine dringend notwendige Technologie im heutigen Web 2.0.

 

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  1. @David
    Ich denke, da würde man den Bock zum Gärtner machen - stell dir mal vor du lässt eine Website und ein Video erstellen über eine Agentur - kostet zB. 20.000 Euro nur damit du dann diese Website + Video auf einer Plattform einstellen “darfst”.

    Und zu allem Übel pflanzt die Plattform dann auch noch um deinen Content herrum oder direkt in deinem Video -> Werbung <- von der du nichts hast, weil die Werbung einen ähnlichen anderen Film bewirbt..

    Da stimmt was nicht. Normal wäre, dass die Crawler in der Lage sind Videos auf Websites zu analysieren, zu verstehen und dann direkt in den Universal Search mit aufzunehmen. Bislang werden ja nur Videos von Videoportalen oder Websites mit einer hohen Videodichte mit einem Preview-Bild aus dem Video gekennzeichnet.

    Kommentar von Uwe Tippmann — 19. September 2007 #

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