IP to Location

August 8, 2009 | In Trendbarometer |

Die IP einem genauen Standort zuzuordnen ist der Traum eines jeden Entwicklers und Marketing-Strategen, wenn es um das Ausliefern von Inhalten mit regionalen Bezug geht. Ob Sprache, Land, Stadt, Strasse, Hausnummer, je genauer man den Nutzer lokalisieren kann, desto zielgerichteter kann man die Inhalte aussteuern. Im Internet gibt es verschiedenen Datenbanken, welche mit verschiedenen Ansätzen den Standort einer IP-Adresse zuordnen wollen. Die Herausforderung besteht jedoch in der Beständigkeit dieser Daten. Die Zuordnungen ändern sich bei dynamischen IP Adressen sehr häufig, mobile Endgeräte (iPhones, Notebooks usw..) wechseln stetig den Standort und selbst feste IP Adressen werden hin und wieder neu vergeben und ändern ihren Besitzer und damit ggf. den Standort. Eine IP Adresse auf ein Land einzugrenzen ist oft nicht das Problem, geht es aber eine exakte Standortanalyse versagen die meisten Datenbanken.

Es gibt verschiedenen Wege seine Datenbank mit aktuellen Geo-Location Daten anzureichern. Die noch recht neue Geolocation API, welche vom Google definiert und vom W3C übernommen wurde, stellt einen Weg dar. Dabei sendet der Browser seine Daten verschlüsselt an eine API, welche anhand verschiedenster Details versucht den Standort zu ermitteln. Gut wenn man dann noch als Default Location Provider im Mozilla FireFox eingebaut wird.

Ein weiterer Weg ist natürlich den Nutzer zu fragen woher er kommt. - klingt old school - ist aber extrem effektiv, wenn man es geschickt anstellt…. zB. bietet man einen Service an, bei dem der Nutzer sich registrieren muss und seine Adresse oder eine mit einer Adresse verknüpften Information (Kreditkarte - Google Checkout, Maps etc) angibt oder man liefert auf einer gut besuchten Website einfach regional falsch zugeordnete Daten aus - der Nutzer ärgert sich, hat aber die Option seinen Standort sehr einfach zu definieren, damit er in Zukunft ein besseres Erlebnis hat (z.B. Google local onebox).

Am Ende gibt es noch ganz interessante technologische Ansätze und Datenquellen, welche mit Hilfe von GPS fähigen Geräten die Wifi Spots (und deren MAC-Adressen) mit einer Position versehen können. Theoretisch kann m.E. jedes iPhone zum WiFi-Spion genutzt werden.

Zusammengefasst gewinnt im Werbemarkt aber auch im Bezug auf die Suchrelevanz u.a. der Anbieter mit der aktuellesten Datenbank standortbezogener Daten. Da Google m.E. hier extrem gute Karten hat und aufgrund der Maße an Nutzern stetig eine Vielzahl neuer Daten hinzubekommt, dürften es andere Firmen schwer fallen eine ähnliche Datenbasis zu schaffen. Einzig Microsoft und Apple  (mal von den Regierungen + Militärs abgesehen) könnten m.E durch die Nähe zum Nutzer (Internet Explorer, iPhone) eine ähnliche Datenbank aufbauen.

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  1. Wäre es nicht möglich Informationen aus Social Communities wie StudiVZ, Facebook usw. zu nützen? Die Informationen welche IP welchen Ort angibt kann weiterverwendet werden und IPs zugeordnet werden. Umso mehr Daten man hat umso genauer wird das Verfahren. Da man sich natürlich auch von anderen Orten anmeldet muss eben die häufigste ausgewählt werden und mit ähnlichen verglichen werden.

    Das funktioniert natürlich überall wo viele Leute ihren Standort angeben müssen. Oder gibt es dabei Probleme mit dem Datenschutz?

    Hoffe meine Ansätze konnt ich verständlich machen, ist noch etwas früh ;)

    Kommentar von Heiko — 9. August 2009 #

  2. Guter Artikel Uwe!

    Vor kurzem hat Google die Funktion “Standort anzeigen” in Google Maps eingefügt. Ich persönlich muss sagen das diese Daten sehr genau sind, ich habe es vor kurzem ausprobiert und von meinem Standort waren es vielleicht 100 - 200 Meter entfernt.

    Du hattest den Ansatz erwähnt, falsche Inhalte anzeigen lassen und dem Besucher selber seinen Standort angeben lassen. Das ist sicherlich eine gute “old school” Methode, könnte aber auch Schief gehen sodass der Besucher die Seite gleich wieder verlässt.

    Die IP to Location Funktion kann wirklich sehr hilfreich sein. Wenn man eine gute Datenbank hat kann man dem Benutzer perfekt optimierte Werbung anzeigen. Wenn man eine Nachrichten- und Informationsseite für verschiedene Städte aufbaut kann man durch diese Funktion dem User sofort die passenden Inhalte liefern.

    Als Beispiel MeinStadt, dort wäre es natürlich genial wenn es einen großen Button gibt “Meine Stadt anzeigen” und man landet gleich auf einer Seite wo alle Informationen zu meinem derzeitigen Standort stehen. Wie zum Beispiel Restaurants, Hotels und Nachrichten.

    Ich denke IP to Location hat eine große Zukunft und wird heute noch viel zu wenig angewendet, die Datenbanken sind sicherlich schon gut aber nicht hervorragend.

    Kommentar von Justin — 9. August 2009 #

  3. […] durch den Artikel von Uwe Tippmann “IP to Location” habe ich mir mal Gedanken gemacht wie viel denn die GEO-IP-Location Information tatsächlich […]

    Pingback von seoXplorer » 7 Gründe warum GEO-IP-Location überwertet wird — 11. August 2009 #

  4. […] IP to Location:http://www.uwe-tippmann.de/blog/2009/08/08/ip-to-location/Greetz LpDieser Beitrag wurde am 22.10.2009 um 11:29 Uhr von Laserpointa […]

    Pingback von IP Geolocation Tools / Datenbanken / Anbieter - Security Forum — 22. Oktober 2009 #

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