Rel Author - ein weiteres Druckmittel für Google+

Juli 10, 2011 | In SEO | 6 Kommentare

Was wäre, wenn ausschließlich mit der Nutzung von Google+ die eigenen Inhalte (Produkte, Artikel etc) in den Ergebnissen der Suchmaschine für alle Nutzer (auch für Ausgeloggte und nicht Personalisierte) besonders hervorgehoben werden?

Nunja, ich als SEO würde behaupten,  dass eine besondere Hervorhebung die Klickrate steigern und damit auch das Ranking beeinflußen würde.

Mit dem seit kurzem implementierten "rel author" Attribut wird eine solche Hervorhebung in den Ergebnissen möglich:

rel author google+

..denn Google weißt bei korrekt eingestelltem Markup den Autor der Inhalte via Google+ Profil-Bild aus. Die Profilbilder werden untypischer Weise rechts neben dem Resultat angezeigt und bekommen dadurch eine besondere Aufmerksamkeit gegenüber den restlichen Ergebnissen.

Vorausstzung für die Auszeichnung ist eine Verifikation seiner virtuellen Identität in Form einer reziproken Verlinkung zwischen der zum Inhalt passenden Autoren-Seite und dem eigenen Google+ Profil.

Mit diesem Schritt übt Google ein Stück weit Druck auf die Webmaster aus und nötigt zur Verwendung eines Google+ Profils. Wer sich diesem Trend nicht anpasst, bekommt halt keine Hervorhebung.

Da die Klickrate in den Ergebnissen ein nicht zu unterschätzender Rankingfaktor geworden ist, werden wohl viele Webmaster dem rel-author Trend folgen.

Ich bin allerdings jetzt schon gespannt wie lange es dauern wird, bis die Anzahl blondhaariger, nettaussehender Autorinnen die Ergebnislisten dominieren werden…

Zur Zeit sieht man das neue Feature nur in der englischen Google-Version - Beispiel. Ich nehme jedoch schwer an, dass es sich nur um Wochen handelt, bis dieses Feature auch Einzug in das deutsche Interface hält.

Derzeit beeinflußt die Kennzeichnung auch nicht direkt das organische Ranking, lediglich wohl die Klickrate und damit indirekt das Ranking.

Update: Habe gerade ein Beispiel entdeckt, welches schön aufzeigt, dass man die Aktivierung der Bildchen auch einfach hinbekommt, indem man einfach einen direkten Link auf sein Google+ Profil setzt mit dem Attribut rel="author" und einen entsprechenden Backlink auf dem Google+ Profil auf den Host - dabei scheint es keine Rolle zu spielen, ob es auf der Content-Domain eine Autoren-Seite gibt und auch keine Rolle, in welcher Form man auf sein Profil linkt - in diesem Beispiel (oben verlinkt) - linkt der Autor von Beiträgen unter dem Verzeichnis /blogger/ auf sein Google Profil in Form von https://plus.google.com/1234/posts und anschließend linkt er von seinem Profil ( /about ) zurück auf eine URL /blogger/blogger.html. Also nicht direkt reziprok, sondern Google erlaubt hier eine Fehlertoleranz in Sachen korrekte direkte Verlinkung…. es geht am Ende nur darum, dass man sein Profil irgendie mit rel=author anlinkt und einen rel=me Backlink vom Profil auf seine eigenen Inhalte setzt.

Warum Google+ sich am Ende durchsetzen wird

Juli 9, 2011 | In Community | 1 Kommentar

Google+ wird sich am Ende durchsetzen, weil das Netzwerk durch das Herausstellen der Gruppierungen (Kreise) mehrere soziale Netzwerke in sich vereint. Zudem ist es international und motiviert sowohl den Amerikaner, Asiaten als auch den Europäer zur Nutzung. Ob lokales Business Netzwerk ala Xing oder Familiy Chit Chat auf Facebook oder Techtalk via Twitter oder international Business Networking über Linkedin…. mit Google+ lassen sich alle Kontakte in einem einzigen Netzwerk auf einfachste Art und Weise verbinden und ansprechen. Zudem profitiert man von allen Kontakten und deren Sharings in der personalisierten Suche.

In einer Zeit in der Social Networks zum kostspieligen Zeitfresser mutieren, trifft Google+ den Nerv der Nutzer und konsolidiert die Vielfalt der Konatktpflege in einem Netzwerk ohne dabei die Vielfalt der Kommunikationskanäle zu beeinträchtigen.

Google hat mit Google+ (Kommunikation) zudem die größte Produktpalette um sämtliche Bedürfnisse der Nutzer auch zukünftig zu bedienen - Suche, Browser (Chrome), OS (Chrome OS, Android), Blogs (Blogger), Kollaboration / Office (Google Apps), Video (Youtube), Picasa (Foto), Mail (Gmail), TV (Google TV) decken die Grundbedürfnisse der medialen Generation und mobilen Gesellschaft. Kein anderes Unternehmen entwickelt derzeit einen derartig vollständigen Gesamtansatz.

Einzige Gefahr die ich sehe - monopolistische Strukturen die von Aktionären gelenkt werden sind historisch betrachtet  zum Scheitern verurteilt.

+1 Daten: Auswirkungen auf die Suche

Juli 8, 2011 | In SEO | Keine Kommentare

Die Google Webmastertools geben seit geraumer Zeit in der Kategorie +1 Daten den Unterpunkt "Auswirkungen auf die Suche" aus. Dabei handelt sich um die Analyse der durch die personalisierte Suche beeinflußten Suchergebnisse. Im Klartext heisst das, dass Google dem Webseitenbetreiber den Einfluß der Personalisierung für seine Domain ausweist. Ich halte diese Auswertung für eines der wichtigsten Dashboards, um den Einfluß und den Erfolg der personalisierten Suche zu messen. Man könnte damit in Zukunft auch den Erfolg einer Social Search Optimierungskampagne belegen.

Jetzt am Anfang wird der Einfluss sicherlich für die meisten Webseiten noch sehr gering sein - allerdings gehe ich davon aus, dass Seiten, welche populäre Themen bedienen wie z.B. Lifestyle oder Newsportale diesen Einfluß deutlich eher bemerken werden. Denn für die Beeinflußung vieler Ergebnisse benötigt man

  • a) Nachfrage -> viele Suchanfragen
  • b) Angebot -> den passenden Content und
  • c) Empfehlungen / Social Reach -> die entsprechenden Nutzer, die den Content sharen oder empfehlen (+1′en)

Alle drei Voraussetzungen finden sich m.E. am ehesten bei den vorher genannten Portal-Typen wider. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass popläre Portale mehr Empfehlungssignale generieren, jedoch muss das nicht zwangsläufig so sein, da es nicht auf die Masse der Empfehlung ankommt, sondern auf den Menschen (qualitativ / sharing trust), der es schafft mit der Empfehlung weitere Empfehlungen (quantitativ - sharing popularity) zu generieren. Zum Beispiel, wenn ein Sascha Lobo (trusted / verfied) oder Klaus Eck (trusted / verified) etwas empfiehlt, generiert diese Empfehlung mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgrund der Wertigkeit und aufgrund der sozialen Reichweite weitere Empfehlungen.

Wichtig zu wissen: Bei der Auswertung handelt es sich nicht ausschließlich um die Auswirkungen der durch +1 empfohlenen URLs sondern auch um sämtliche personalisierten Ergebnisse. Dass heisst, jedes Ergebnis mit einem sozialen Vermerk wird in die Auswertung mit einbezogen. Quelle: Google Support

Soziale Vermerke in der Google Suche

Ebenso sollte man nicht unterschätzen, dass im Zweifel die beeinflußte Masse an Nutzern nicht entscheidend ist, sondern wen man beeinflußt hat. Für unser Business gilt dann - beeinflußt die personalisierte Suche den Entscheider, der daraufhin ein Millionenbudget vergibt, ist der "Search Impact" bzw. die Auswirkung der personalisierten Suche bei weitem höher, als wenn man tausende von Menschen ohne Kaufkraft oder Entscheidungsbefugnis beeinflußt.

Welche Auswirkung hat Google+ auf SEO?

Juli 3, 2011 | In SEO | 9 Kommentare

Kurz gesagt - es revolutioniert Suchmaschinenoptimierung. Etwas ausführlicher formuliert - G+ ist der ernstzunehmende Anfang der Social Search Optimization, denn jeder Google+ Kontakt kann direkt in die personalisierten Suchergebnisse eines Nutzers eingreifen. Damit wird es endlich möglich SEO für ganz bestimmte Personen (Entscheider, Meinungsmacher usw.) zu betreiben. Eine Spur präziser wie beim Facebook Ads Targeting kann man theoretisch - aufgrund der sozialen Verbindungen einer Person -  Inhalte erstellen, die im nachhinein bei einer Google-Suche die Top 10 Ergebnisse beeinflußen und die optimierten Inhalte in die Sichtbarkeit des Nutzers bringen. Zu kompliziert formuliert? Ok, ich erklär das mal so…

Bei einer Suche nach "Google Plus" auf google.de steht mein aktueller Blogbeitrag nicht in den Top 20. Ein eingeloggter Nutzer der mich als Kontakt in Gmail, Google+ oder einem mit Google verbundenen externen Service hat und nach "Google Plus" auf google.de sucht, wird meinen aktuellen Beitrag irgendwo in den Top 10 finden.

Ok, meine Freunde.. sehen dann meinen Blog, langweilig oder - aber halt - G+ zielt auf Kreise ab, Kreise mit Kontakten die man in der Regel nicht persönlich kennt  und auch nicht zwangsläufig "Freunde" nennen muss - der ideale Nährboden für Optimierungsstrategien. Eine Mischung aus anonymen Followern und Facebook Freunden - je nachhdem welche soziale Reichweite (social reach) man erlangt, desto mehr Nutzer werden durch die eigenen Aktivitäten in der Suche beeinflußt.

Doch am Ende spielt es keine Rolle wie viel "Social Reach" man bekommt, sondern wen man mit der Maßnahme in seiner Meinungbildung beeinflußen kann. Dazu muss man lediglich wissen wen (Entscheider) man und zu welchem Thema (Suchanfrage) man diesen Menschen beeinflußen will - danach ist es eine Frage der Zeit oder des Geldes bis man sich in die Kontakt der Kontakte oder einen Circle eingeschlichen / eingekauft hat.

Wie zielsicher das genau funktioniert kann jeder selbst bei seinen "Freunden" ausprobieren. Es ist eine neue Form der Optimierung - Personalized Search Engine Optimization (PSEO) oder Social Search Optimization (SSO)  würde ich das nennen.

Gibts das schon lange? Nein, dass direkte beeinflußen der organischen Ergebnisse durch "Dritte" gibt es erst seit Mitte Juni in diesem Ausmaß und macht erst Sinn mit einem Google eigenen Social Network im Rücken und mit einer massiven Steigerung der Zahl an eingeloggten Suchanfragen. Derzeit spricht man von weltweit 20% aller Suchanfragen, die im eingeloggten und damit personalisbaren Zustand getätigt werden. Diese Anzahl wird sich mit dem Erfolg von Google+ drastisch erhöhen und damit ist dann auch das Zeitalter von PSEO und SSO eingeleitet…

Happy targeting.

Testphase: Derzeit mehr als 500.000 Google+ Nutzer

Juli 3, 2011 | In Community | 11 Kommentare

Derzeit sind geschätzt mehr als eine halbe Millionen Nutzer bei Google Plus. Laut dem Chef Entwickler Vic Gundotra wurde ja die Einladungsfunktion für neue Google+ Nutzer vorübergehend geschlossen. Der Ansturm war enorm, sagt er…. wie enorm sagt Google derzeit nicht - allerdings kann man mit einer simplen Site-Abfrage für die Domain plus.google.com (site:plus.google.com) das derzeitige Wachstum von Google+ beobachten. Denn die Google-Suche selbst liebt die eigenen Profilseiten so sehr, dass aktivierte Google+ Profile und deren neue & alten Inhalte sehr zügig im Web-Index der hauseigenen Suche erscheinen.

Beobachtet man den Indexierungsprozess der Domain: "plus.google.com" - dann kann man anhand der einzigartigen Profile-IDs abschätzen wieviele Nutzer derzeit bereits den Service ungefähr nutzen. Derzeit wurden bereits mehr als 2.000.000 URLs unter der neuen plus.google.com indexiert. Zieh man davon die "photos", "posts", "about" und "buzz" URLs ab, bleiben zur Zeit gut 160.000 Profil-URLs übrig. Meine eigene Plus-Profil-URL ist noch nicht in den 160.000 enthalten, jedoch eine Post-URL innerhalb der 2 Millionen Plus-Dokumente.

In Anbetracht dessen, dass Google bei weitem noch nicht alle G+ URLs indexiert hat, gehe ich derzeit von weit mehr als 500.000 aktiven Nutzern in Googles Testphase aus.

Google Plus

Juli 3, 2011 | In Community | 4 Kommentare

Nach dem Launch des +1 Knopf vor einigen Wochen und des durchweg negativen Feedbacks, welches ich selbst auch in der aktuellen Ausgabe der Internetworld Business auf Seite 3, neben anderen Vertretern der Online-Suchbranche,  kund getan haben, ändert sich dieses Bild mit dem Launch von Google+. Warum sich dieser Sinneswandel einstellt möchte in den kommenden Beiträgen zum Thema Google Plus erläutern.

Einschätzung zum Start von Google+

Grundlegend hielt ich den +1 Button ohne Soziales Netzwerk dahinter für eine 100%ige Totgeburt. Jetzt, nachdem Google sein lokales Netzwerk Google Plus gestartet hat, macht natürlich auch der +1 Button extrem viel Sinn. Ich vertrat vor dem Launch die klare Meinung, dass ein +1 Knopf bei dem niemand weiß warum er drauf klicken soll auch nie die kritische Maße erreichen wird, die es benötigt um irgend etwas in den Suchergebnissen zu ändern. Erst wenn die Menschen ihre Kontakte bei Google pflegen, leuchtet ihnen auch der Sinn ein, dass ein Klick auf einen +1 Button dazu führt, dass man das Element neben dem Plus Eins Button mit seinen Freunden, Bekannten oder wem auch immer teilen kann.

Das Vorgehen, erst einen Teilen-Knopf und danach das eigentliche Social Network zu launchen ist für mich ein unprofessionelles oder sagen wir überstürztes Vorgehen, da die entstandene negative Presse rund um den +1 Button im Vorfeld hätte vermieden werden können. Schade, denn ob +1 Button oder Google+ viele Leute werden die Themen vermischen und errinnern sich im Zweifel an irgendeine Aussage negative Aussage und ziehen damit voreilig ihre Schlüsse.

Erfolgsaussichten

Betrachtet man nun das neue Social Network von Google stellt sich die Frage, ob die Menschheit bereit ist, nach MySpace den VZs & Wer kennt Wen, Lokalisten und am Ende Facebook, ihr mühevoll aufgebautes soziales Netzwerk erneut zu strapazieren, um es nun zu Google+ zu übertragen und dort aktiv zu bedienen?

Ich denke, allein die Tatsache, dass es nun von Google auch ein Social Network gibt reicht als Anreiz nicht aus. Killerargumente müssen her, damit die Influencer, Peer-Leader, Promis und treibenden Köpfe ihre Schafherden auf die neue Weidefläche ziehen.

Bei unserer kleinen beschaulichen Gemeinde an SEOs und Online Marketeers sehe ich keinen Zweifel daran, dass diese sich demnächst sehr zentral und vorwiegend über Google+ austauchen wird. Ob der Mainstream dem Trend folgenden wird, bleibt abzuwarten - ich denke Google wird hier jedoch nochmal extrem tief in die Kriegskasse greifen, um sich in möglichst vielen Kanälen die den Mainstream ansprechen zu bewerben. Ich bin gespannt, wann der erste TV Spot anläuft und wann der erste Promi sich dazu bereiterklärt Google+ zu huldigen und wann der erste Verlag mit von der Partie ist - ach da war doch was - in Deutschland das Zeitungsportal "Süddeutsche.de" von Anfang an dabei ist…

Doch Google wäre nicht Google, wenn Ihnen ausser viel Geld auszugeben, um sich "Meinung" zu kaufen nicht auch ein paar gute andere technische und durchaus nützliche Argumente einfallen würde. Argumente, die so treffend sind, dass wir Sie uns in ein paar Jahren nicht mehr aus dem Online-Alltag wegdenken können.

 

 

 

 

¹ Keine Rechtsberatung!

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Uwe Tippmann