Vom Cookie zur IP

Was für ein Wahnsinn! Google hat sich vor einigen Tagen dazu entschlossen, seine "local onebox" – welche für die lokalen Suchergebnisse in der Ergebnisseite zuständig und an der, meist riesigen, Landkarte zu erkennen ist – IP basierend auszuliefern. Bislang wurden diese lokalen Infos im Ergebnis in einem Cookie gespeichert – hat man also damals nach "friseur hamburg" gesucht – bekamm man einen entsprechenden Cookie verpasst… und beim nächsten Mal wurden dann direkt Hamburger Ergebnisse in der "local onebox" angezeigt… machte Sinn!

Heute wird die IP lokalisiert – nja sagen wir besser der Einwahlknoten zu dem die IP passt… und dementsprechend ein lokales Ergebnis geliefert. Das heisst, wenn man Glück hat ist die eigene dynamische IP dem richtigen "Heimartort" zugeordnet… wenn man Pech hat und das passiert doch häufige als man annimmt bekommt man dieser Tage lokale Ergebnisse aus Ortschaften, die eigentlich nur bekannt sind, weil sie technisch der Einwahlknoten eines ISPs sind … oder weil sie zufällig der Location des Proxy Servers entsprechen. Bei der Vielzahl an Firmenproxies z.B. Siemens, Porsche, Verlagshäuser, große Kliniken und Universitäten entstehen so ganz schnell eine Menge höchst unrelevanter Ergebnisse – da die Location des Proxies nicht mit der Location des Suchenden übereinstimmt. Ein weitere Punkt ist die Entfernung zum nächstgelegenen Einwahlknoten, welche auf dem Land durchaus mal 50km oder mehr sein können und damit die Zuordnung ungenau machen… man übnerlege sich nur mal, wie sinnfrei es wird, wenn man zwischen zwei Städten wohnt..und immer Ergebnisse aus der Stadt bekommt, welche 2km weiter weg ist aber zufällig den Knotenpunkt beherbergt ūüėČ

Ich persönlich kann damit leben… Ich warte auf den Bericht in der Bild ->  Dank Google erweiterte ein Pizza-Lieferant aus Sulzbach im Taunus (Arcor Sitz) sein Auslieferungsradius auf 900km.

√úber Uwe Tippmann

Ich bin jung, dynamisch und motiviert - gepaart mit der Flexibilit√§t eines Kaugummis. Meine Erfahrungen basieren auf der Tatsache in den letzten 10 Jahren keinen Tag verpasst zu haben, den Rechner aus zu lassen. Manch einer bezeichnet mich als netzbessessen oder tastens√ľchtig andere kennen mich als zielstrebig und erfolgsorientiert und wieder andere kennen mich gar nicht :)
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9 Antworten zu Vom Cookie zur IP

  1. eric sagt:

    Ich bin √ľberzeugt davon, dass das nur ein schlechter Test ist. Denn ganau, was du schreibst, ist ein Problem: Ich wohne in Bad T√∂lz und finde es sehr lustig, dass ich solche Ergebnisse mit „Wackersberg“ ausgezeichnet bekomme. Das ist, freundlich gesagt, geografisch komplett idiotisch.

    Auch lustig: An einem Tag (jetzt nicht mehr) habe ich bei der Suche nach „Hotel“ eine Karte von Wackersberg und T√∂lz bekommen mit den Hotels hier. Das ist vor allem deshalb clever, weil man in der Regel eben NICHT dort wo man gerade wohnt ein Hotel sucht…. Aber da ist irgendein Google Produktmanager wohl schon drauf aufmerksam geworden…

    gr√ľ√üe
    eric

  2. eric sagt:

    Ach, noch lustiger. Sucht mal nach „Hotel buchen“ (also ich will gerne ein Hotel buchen). Dann ist im sichbaren Bereich alles voll mit Hotels in „Buchen“ (das ist ein Ort im Schw√§bischen)…..

    *grins*

  3. Uwe Tippmann sagt:

    hahahaah „hotel buchen“ ist gro√üartig!

  4. Pingback: Google Lokal-Ergebnisse mit IP statt Cookie?

  5. Michael sagt:

    Ich wohne und arbeite in Salzburg. Unser derzeitiger Provider ist inode/UPC. Dessen IP Adressen sind Wien zugeordnet was dazu f√ľhrt, dass ich so gesehen 300 km entfernt surfe.

  6. Philipp sagt:

    Die lokalen Suchen mit IP sind schon eine Sache f√ľr sich. Hier in Hamburg geht es noch, ich wei√ü aber, dass ein befreundeter Makler aus Berlin sehr viele Leads von au√üerhalb generierrt, weil wohl viele sich √ľber Berlin einw√§hlen. Ich will nicht wissen, wie es in N√ľrnberg (Telekom) aussieht!

  7. Jens sagt:

    noch ein klopps: mir wird bei einer testsuche nach „anwalt“ die karte einer 500km entfernten gemeide (samt ans√§ssiger anw√§lte) gezeigt, die zwar so hei√üt wie meine nachbargemeinde hier, es aber nicht ist. google scheint also ein zus√§tzliches problem mit ortsnamen zu haben, die es mehrfach gibt.

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